Der Werdegang unserer Motorrad-Fahr-Gemeinschaft BigFamily.

Mein Name ist Uwe

Und mein ehemaliger Chef ist ein Spinner. Warum?

 

Ich, Uwe, 25 Jahre alt, Familienvater mit Frau und 2 Kindern, sollte Mopped-Führerschein machen. Warum? Damit mein Chef nicht alleine fahren muß wenn er seinen Schein hat. Er hatte ihn und auch sofort eine neue YAMAHA XS1100. Das biggeste Bike im Jahr 1978. So, nun war ich dran, Frau besabbeln bis sie ihren Widerstand aufgabt und los – Mopped aussuchen. Nun, welches Motorrad kommt in Frage als Lohnempfänger? Keine 1100er, das war klar. 

Da war so eine Einzylinder – von YAMAHA – ein richtiger Dampfhammer in schwarz-rot, SR500 nannte sie sich. Der YAMAHA-Händler MELAHN in Hamburg-Langenhorn musterte mich, sah eingehend meine Hände an und sagte, die ist richtig für dich, da hast du was zum Zupacken.

XS 1.1

 

 

 

 Gesucht – gefunden – gekauft. Wie aber das Ding nach Hause bekommen? Ich hatte mich ja noch nicht mal zum Lappen angemeldet. Kein Problem, meinte Altmeister Melahn, die wird gebracht.

So, nun war sie da, die SR500. Kein Führerschein, was nun? Der Hof mit Garten ist eigentlich groß genug... Und los ging´s Schnee pflügen. Was machte das für Spaß, war ich doch damals mit 16 nur Moped´s mit 2,75 PS gewohnt.

 

SR 500

 

 

 

Der Führerschein war dann auch noch schnell im Winter gemacht. Eine Doppelstunde und vor der Prüfung noch mal eine Gefahrbremsung: Das waren mal eben 500 DeEmchen, aber ich hatte meinen Lappen! Dann ging´s los mit meinem Chef Bernd. Rein nach Hamburg und um die Ecken, oder mal nach Lübeck oder sonst wohin. 

Die erste größere Tour ging dann eines Freitags zum Rennen auf dem Nürburgring. Nachdem wir nach der Arbeit so ca.  20 Uhr erst mal  für Bernd Gepäckträger und Koffer (durch die Hintertür bei einem Schrauber in Lübeck) gekauft hatten und die Teile an seiner XS1100 fest dran hatten, ging es im Regen in Regensachen auf die A1. Das war ein Fehler, aus Bequemlichkeit zogen wir die Ganzkörper-Kondome, auch nach dem es aufgehört hatte zu regnen, nicht aus und wir froren wie die Schneider, da die Ausdunstungen nicht wegdunsten konnten. Die A1 mussten wir bis zum Ende fahren, stur mit 140 km/h, schneller mochte meine SR500 mit ihren 27 PS nicht. Im Morgengrauen erkannten wir die nun hügelige Umgebung. Nun ging´s runter von der Autobahn in die Eifel. Kurve auf Kurve folgte, rauf und runter – und das alles mit Gepäck zum Zelten. Aber herrlich war´s. Auch wenn es wieder regnete – bis wir endlich wieder zu Hause waren. Na ja, die erste Tour...

Auf den weiteren Ausritten mit Bernd stellte sich so nach und nach heraus, 27 PS, das reißt nichts vom Tellerrand. Kurzerhand wurde der Ansaugstutzen zwischen Vergaser und Zylinder gegen einen offenen ausgewechselt, nun mit 33 PS – was für ein Fahrgefühl – wie ein neues Mopped. So etwa nach einer Woche hatte ich mich an die 33 PS gewöhnt und Bernd musste sich immer noch zusammennehmen, damit ich ihn nicht immer nur um die nächste Ecke verschwinden sah. Das war keine Dauerlösung. Darauf folgte eine Probefahrt mit der XS1100 – üüüiiihhhh, die ging aber ab, 95 PS sind schon was anderes...

Uwe mit XS 1.1

 

Bernd's Kawasaki Z 1300

 

Nun juckte es aber kräftig zumal Bernd sich für die neue KAWA Z1300 6-Zylinder interessierte. Und so wurde es auch gemacht, Bernd kaufte die KAWA und ich seine YAMMI. Das passte besser zusammen. Von nun an fuhren wir mit unseren BigBikes viele schöne Touren.

 

Dann jedoch, seine Firma ging es schlechter, und ich suchte mir berufsmäßig was  anderes. Da war dann kein Motorrad mehr drin. 

12 Jahre Abstinenz... das tut weh !.

 

XS 1.1 mit Verkleidung

(und der spätere Eigentümer, da ich leider kein Bild mehr habe)

Dann, nach 12 langen Jahren:

 

Mittlerweile waren die Kinder groß. Da, plötzlich kam die Gelegenheit – Eine blaue XS1100 mit Pichler Vollverkleidung – für ´nen Appel und´n Ei! Die hatte ich – mit einem kurzfristigen Barkredit von meinen beiden Kindern. Nun erst mal vorsichtig wieder Fahren lernen auf dem schweren alten Eisenhaufen. Ich machte von nun an sehr viele schöne Touren mit meiner Frau. Im ersten Jahr waren es mehr als 27000 km. Und so ging es weiter.

 

Meinen Freund Achim überredete ich auch erfolgreich, den Lappen zu machen. Er kaufte sich eine neue XJ600 DIVERSION. Eine Tour mit ihm ging zum Schulauer Fährhaus, eine der schönsten Touren, wie ich meine.

Achim's XJ 600 S

 

Nun war die Zeit gekommen, dass unser Sohn Timo seinen Führerschein machte, natürlich auch den 1ser. Auch mein Schwager Volker hatte den Lappen gemacht. 

So ging es nun mit meiner XS1100, Volker´s VT500C, Achim´s XJ600 und Timo´s XJ750 SECA mit auf Tour.

 

XS 1100

VT 500 C

XJ 600 S

XJ 750 SECA

 

Da wurde ein alter Bekannter auf uns aufmerksam, unser Jörg mit seiner Frau Gerlinde. Auch sie fuhren Motorrad, die FJ1200 (siehe unten). Nicht war es immer ganz leicht, die Truppe zusammenzuhalten.

 

Irgendwie war ein Virus ausgebrochen.
Nun bekamen diesen Virus auch die Frauen...
Meine Tochter Sandra, Monika  und Gerlinde meldeten sich zum Führerschein an. Und auch das klappte wider Erwarten. Sandra fährt nun eine CX500, Monika eine EN500 und Gerlinde eine vollverschalte CBX650E, das Bild der Maschine ist allerdings ohne Verkleidung.

 

Sandra's CX500

Monika's EN500

Gerlinde's CBX650E

 

Janina's EL 250

Hier fehlt noch eine

 

Jörg's FJ 1200

 

Auch mein Bruder Peter lieh sich des Öfteren meine XS1100 oder Timo´s XJ750 SECA aus.

Da Sandra mit der Zündung ihrer CX500 Probleme hatte, legte ich mir auch eine günstige zu zwecks Umbau. Alle neulackierten Teile von Sandras Maschine bauten wir an meine und umgekehrt. Dann nur noch ummelden, somit war „ihre CX“ wieder in Ordnung. Diese nun meine defekte CX lernte ich lieben und fuhr sie bis auf ihre Zündungsmacken sehr gerne. 
Mittlerweile war die Ursache des Fehlers ermittelt, die innenliegende Lichtmaschine war der Verursacher. Nun, da gewusst was, verkaufte ich diese Maschine meinem Bruder Peter, der sie sich auch schon des Öfteren ausgeliehen hatte. Heute nutzt er sie hauptsächlich zur Fahrt zur Arbeit.

Einen schweren Unfall haben beide auch schon überstanden.

 

Peter's CX 500

"Sie ist rot!"

Dirk's kleine CB 200

Dirk's große CX 500 C

Und wen schleppte Peter an? 

So´n Typ auf  ´ner CB 200. Ein besseres Mofa. Der wollte uns das Fahren beibringen. Was ihm auch auf seinen eckigen Schleichwegen gelang. Aber auch er ist bekehrt und fährt jetzt Motorrad: CX500C. 

Auch unser Klaus-Jürgen machte den Lappen und kaufte meine XS1100. 

Aber keine Angst, mittlerweile fahre ich das Motorrad, das meine liebe Frau Margarete mir ausgesucht hat: Einen niegelnagelneuen Langstrecken-Tourer: 

HONDA ST1100 PAN EUROPEAN.

 

Klaus-Jürgens XS 1.1

Uwe's ST1100

Durch ein frühen Tod verließ uns ein liebgewordener Freund, unser Jörg. Dadurch fehlte die treibende Kraft. Ich erinnere da nur an die Treffs an den Freitagabenden  und die abgemachte Tour: Samstags 11:00 Uhr.Nun ließ sich die Gruppe nicht mehr so mühelos zusammenhalten, die beiden Frauen, Monika und Gerlinde, fuhren immer weniger selbst.

 

Uwe auf ST1100

 

 

Das CX-Fieber hat mich auch wieder gepackt, und ich habe mir mit Dirk wieder eine CX aus Braunschweig geholt.

 

Uwe's Zweitmotorrad: CX 500  

Sandra's CX 500

Inzwischen hat meine Tochter geheiratet und eine ihrer Bedingungen war, ihr Männe musste auch den Führerschein machen, sie wollte lieber Solo fahren. Und so kam´s, Heute fährt Ingo eine „Güllepumpe“ also auch eine CX500. Allerdings mit dem bequemen Lenker der „C“-Ausführung.

 

Ingo's "Gülle"

Sven's XS 1.1

Soeben höre ich, dass  Sven sich die verunglückte XS1100 von Klaus-Jürgen gekauft hat. Er möchte die Maschine bei mir restaurieren, da ihm es an Platz fehlt.

Na denn man viel Spaß...

 

Und der Geburtstag meiner Frau wird beim Güllepumpentreff in Vechta gefeiert! Da sind wohl auch wieder alle dabei.

 

Dann wollen wir mal sehen, was die neue Saison noch so bringt...

 

Euer BigBiker Uwe
 

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